Eingerissene Nagelhaut entsteht nicht ohne Grund. Häufige Ursachen sind trockene Haut, eine zu aggressive Nagelpflege, der Kontakt mit Reinigungsmitteln oder die Angewohnheit, an der Nagelhaut zu zupfen. Auch Nährstoffmängel können den Zustand von Haut, Haaren und Nägeln verschlechtern und das Problem zusätzlich verstärken.
Erfahren Sie, was bei eingerissener Nagelhaut wirklich hilft, wie Sie Ihre Nagelhaut Schritt für Schritt pflegen und wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten.
Was hilft bei eingerissener Nagelhaut? Die wichtigsten Erkenntnisse
Eine regelmäßige Handpflege ist die Grundlage. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin B7 beziehungsweise Biotin, Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin B12, Folsäure beziehungsweise Vitamin B9, Zink, Eisen und Silizium ist, kann die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Nagelhaut sowie der Nägel und Haare unterstützen.
Ebenso wichtig sind das tägliche Eincremen der Hände, die Verwendung spezieller Nagelhautöle und -cremes, der Schutz vor Reinigungsmitteln sowie das sichere Entfernen abstehender Hautstücke, die an Kleidung hängen bleiben und weitere Reizungen verursachen können. Mit einer scharfen und präzisen Nagelhautschere von Renomed lässt sich ein solcher Hautfetzen sauber entfernen, ohne die Haut zu zerren oder die Verletzung zu vergrößern.
Eingerissene Nagelhaut – Vitaminmangel oder Fehler bei der Pflege?
Woher kommen schmerzhafte Hautfetzen an den Nägeln? Nährstoffmängel können zwar den allgemeinen Zustand von Haut, Haaren und Nägeln beeinflussen. Das Problem ausschließlich auf einen „Vitaminmangel“ zurückzuführen, ist jedoch häufig eine zu starke Vereinfachung.
Eingerissene Haut rund um den Nagel entsteht meistens durch eine Schwächung der natürlichen Hydrolipidbarriere der Haut. Mögliche Ursachen sind lokale Trockenheit, Reizungen, mechanische Verletzungen, übermäßiger Kontakt mit Wasser oder Reinigungsmitteln sowie ein zu tiefes Schneiden der Nagelhaut bei der Maniküre.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Ernährung keine Rolle spielt. Der Zustand der Nägel und der Haut an den Händen kann den allgemeinen Gesundheitszustand widerspiegeln. Bestimmte Nährstoffmängel können sich unter anderem durch brüchige, splitternde oder optisch veränderte Nägel bemerkbar machen.
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Welche Vitamine und Mineralstoffe unterstützen Nagelhaut und Nägel?
| Nährstoff | Wirkung auf Haut und Nägel | Mögliche Folgen eines Mangels | Natürliche Quellen |
| Biotin – Vitamin B7 | Ist an Prozessen beteiligt, die mit der Bildung von Keratin zusammenhängen. Keratin gehört zu den wichtigsten Bausteinen von Haaren und Nägeln. | Ein Mangel kann zu brüchigen und splitternden Nägeln sowie zu starkem Haarausfall führen. | Eigelb, Walnüsse, Mandeln, Lachs und Avocados – natürliche Quellen gesunder Fette. |
| Vitamin C | Wird für die normale Bildung von Kollagen benötigt, das die Struktur der Haut und des Gewebes rund um den Nagel unterstützt. Es trägt außerdem zur Elastizität und Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber mechanischen Belastungen bei. | Ein Mangel kann sich durch eine geschwächte Immunabwehr, chronische Müdigkeit, raue Haut und eine erhöhte Neigung zu blauen Flecken äußern. | Rote Paprika, Zitrusfrüchte, Petersilie, Erdbeeren und Kiwis. |
| Vitamin A | Unterstützt die Zellerneuerung der Haut und die normale Regeneration der Oberhaut. | Ein Mangel kann trockene Haut, eine matte Nagelplatte und rissige Nagelhaut begünstigen. | Beta-Carotin-reiche Lebensmittel wie Karotten, Süßkartoffeln und Kürbis sowie Leber und Butter. |
| Eisen | Unterstützt die Sauerstoffversorgung und den Zustand des Gewebes, einschließlich der Haut und der Nagelmatrix. | Ein Eisenmangel kann zu Blutarmut führen. Mögliche Folgen sind Veränderungen der Nagelform, beispielsweise sogenannte Löffelnägel, eingerissene Haut, Blässe, chronische Müdigkeit und Schwäche. | Rotes Fleisch, Bohnen, Samen und Linsen. |
| Zink | Ist an der Regeneration der Haut und an Heilungsprozessen beteiligt. | Ein Mangel kann den Zustand von Haut, Haaren und Nägeln verschlechtern und die Regeneration verlangsamen. | Kürbiskerne, Fleisch, Eier, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. |
Ist eingerissene Nagelhaut immer ein Zeichen für Vitaminmangel?
Treten zusammen mit eingerissener Nagelhaut weitere Beschwerden wie anhaltende Müdigkeit, brüchige Nägel, Haarausfall, blasse Haut, Schwäche oder häufige Infektionen auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen und gegebenenfalls grundlegende Blutuntersuchungen durchführen lassen.
Der Zustand der Nagelhaut oder Nägel kann ein Hinweis darauf sein, dass der Körper zusätzliche Unterstützung benötigt. Er reicht jedoch nicht aus, um eine Diagnose zu stellen. Bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollten Sie deshalb zunächst überprüfen lassen, ob tatsächlich ein Mangel besteht.
Die tatsächlichen Ursachen – was schädigt die Haut rund um die Nägel?
Wenn Nährstoffmängel nicht die Hauptursache sind, wodurch entsteht eingerissene Nagelhaut dann am häufigsten?
Die Haut an den Händen ist dünn, trocknet leicht aus und kommt täglich mit Wasser, Seife, Desinfektionsmitteln und Reinigungsmitteln in Kontakt. Dadurch verliert sie schnell ihre Elastizität und beginnt zu reißen. So entstehen kleine Hautrisse und abstehende Hautstücke rund um die Nägel.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Nägelkauen und Zupfen an der Nagelhaut,
- eine zu aggressive Maniküre,
- zu tiefes Entfernen der Nagelhaut mit einer Nagelhautzange oder einem Fräser,
- häufiges Händewaschen mit heißem Wasser und unzureichendes Abtrocknen,
- übermäßige Verwendung alkoholhaltiger Handdesinfektionsmittel,
- Kontakt mit Reinigungs- und Waschmitteln ohne Schutzhandschuhe,
- trockene Luft, insbesondere während der Heizperiode oder im Sommer,
- fehlende regelmäßige Pflege der Nagelhaut und Nagelplatte.
Was hilft bei eingerissener Nagelhaut? Pflege zu Hause Schritt für Schritt
Um den Händen wieder ein gesundes Aussehen zu verleihen, empfiehlt sich eine sanfte, aber konsequente Pflegeroutine. Dabei sollte der Schwerpunkt auf dem Aufweichen der Nagelhaut, dem Schutz der Hydrolipidbarriere, der Unterstützung der Regeneration und der Vorbeugung weiterer Schäden liegen.
- Nagelhaut aufweichen: Führen Sie die Nagelpflege niemals an trockener Haut durch. Bevor Sie die Nagelhaut schneiden, feilen oder zurückschieben, sollten Sie Ihre Hände etwa fünf bis zehn Minuten lang in warmem Wasser einweichen. Für zusätzliche Pflege können Sie einige Tropfen Olivenöl hinzugeben.
Dadurch wird die Haut elastischer und das Risiko sinkt, dass sie gezerrt oder zusätzlich gereizt wird.
- Präzise schneiden: Schneiden Sie das aufgeweichte und abstehende Hautstück vorsichtig mit einer sauberen und desinfizierten Nagelhautzange oder Nagelhautschere ab.
Besonders wichtig ist, dass die verwendete Kosmetikschere scharf ist. Ein stumpfes Instrument quetscht, zieht und zerreißt die Haut. Dadurch kann aus einem kleinen Hautriss eine schmerzhafte Wunde werden. Präzise Nagelhautscheren oder Nagelhautknipser von Renomed ermöglichen es, abstehende Haut zu entfernen, ohne gesundes Gewebe zu verletzen.
- Rückfetten und Regeneration unterstützen: Dermatologen empfehlen, nach jeder Nagelpflege eine reichhaltige Creme, eine Salbe mit den Vitaminen A und E, kosmetische Vaseline oder ein spezielles Nagelhautöl aufzutragen. Diese Produkte helfen dabei, Trockenheit zu reduzieren, die Regeneration zu unterstützen und die natürliche Hydrolipidbarriere der Haut wieder aufzubauen.
Unser Tipp: Tragen Sie reichhaltige Cremes und Öle auf leicht feuchte Hände auf. Dadurch können die pflegenden Inhaltsstoffe besser aufgenommen werden und mehr Feuchtigkeit in der Haut halten.
- Schutz im Alltag: Tragen Sie beim Geschirrspülen, beim Putzen mit chemischen Reinigungsmitteln und bei der Gartenarbeit immer Gummihandschuhe. Reinigungsmittel, Erde, Haushaltschemikalien und häufiger Wasserkontakt können die Haut rund um die Nägel stark austrocknen.
Vermeiden Sie außerdem sehr heißes Wasser und aggressive Seifen, die ein raues und gespanntes Hautgefühl hinterlassen.
- Regelmäßige Pflege: Behandeln Sie Handcreme wie Seife und verwenden Sie sie täglich, idealerweise nach jedem Händewaschen. Direkt danach verliert die Haut besonders leicht ihre natürliche Schutzschicht und benötigt zusätzliche Feuchtigkeit.
Am Abend können Sie eine dickere Schicht Salbe oder Öl auftragen und Baumwollhandschuhe anziehen. Dies ist eine einfache Methode, um die Regeneration der Nagelhaut und Hände intensiver zu unterstützen, insbesondere im Winter und an trockenen Sommertagen.
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Was sollten Sie bei eingerissener Nagelhaut vermeiden?
Reißen oder beißen Sie abstehende Hautstücke auf keinen Fall ab. Dadurch können Sie lebendes Gewebe verletzen, Blutungen verursachen und Bakterien einen Weg in die Wunde öffnen.
Vermeiden Sie außerdem, die Nagelhaut während der Maniküre zu tief zu schneiden.
Die Nagelhaut ist nicht nur ein störendes Element, das einer ästhetischen Maniküre im Weg steht. Sie erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und schützt die Nagelmatrix sowie den Bereich des Nagelfalzes vor Mikroorganismen.
Was hilft im Sommer? Warum können Urlaub und Hitze die Nagelhaut schädigen?
Im Sommer sind die Hände zusätzlichen Faktoren ausgesetzt, die Trockenheit und Risse der Nagelhaut verstärken können. Hitze, Sonne, chlorhaltiges Wasser, Meerwasser und häufiges Baden können die Hydrolipidbarriere der Haut schwächen.
- Schwimmbad und Chlor: Chlorhaltiges Wasser trocknet die Oberhaut stark aus, da es ihr natürliche Lipide entzieht.
- Häufiges Baden: Werden die Hände im Meer oder See eingeweicht und anschließend in der Sonne getrocknet, verliert die Haut ihre natürliche Feuchtigkeit. Sie trocknet schnell aus und wird rau. Salzwasser kann diesen Effekt zusätzlich verstärken, da es der Haut Feuchtigkeit entzieht.
- UV-Strahlung: Sonnenstrahlung beschleunigt die Alterung der Haut an den Händen, fördert den Feuchtigkeitsverlust und kann Reizungen begünstigen. Beim Auftragen von Sonnenschutzmitteln werden die Hände häufig vergessen, obwohl sie besonders stark der Sonne ausgesetzt sind.
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Wie lässt sich eingerissene Nagelhaut im Sommer pflegen?
Spülen Sie Ihre Hände nach dem Baden im Schwimmbad, See oder Meer immer mit sauberem Wasser ab und trocknen Sie sie gründlich. Tragen Sie vor dem Aufenthalt im Freien ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor nicht nur auf das Gesicht, sondern auch auf die Hände auf.
Cremen Sie Ihre Hände außerdem regelmäßig ein und wählen Sie milde Seifen, die den pH-Wert der Haut nicht beeinträchtigen und kein trockenes oder gespanntes Hautgefühl hinterlassen.
Dermatologischer Hinweis – mögliche Folgen unbehandelter Hautrisse
Abstehende Hautstücke und kleine Wunden rund um die Nägel können zu bakteriellen Infektionen führen. Dazu gehört auch die Paronychie, eine Entzündung des Nagelfalzes. Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen oder einem geschwächten Immunsystem sollten besonders vorsichtig sein. Die Pflege zu Hause eignet sich gut zur Vorbeugung und bei leichter Trockenheit. Treten jedoch Entzündungen, Eiter, starke Schmerzen oder anhaltende Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.



